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Aktuelles und Veranstaltungen

Lange Nacht der Wissenschaften 1. Juli 2022

"Hätten Sies gewußt? - zu den Wurzeln hallescher Lehrerbildung"

Es werden Ergebnisse der letzten Jahre (Filme, Plakate, Forschungsergebnisse) zur Lehrerausbildung in Sachsen-Anhalt vorgestellt und diskutiert.

Zeitplan:

18:00 Uhr: Einführung
18:15 Uhr: Film: Ernst Christian Trapp: Porträt eines Pädagogen
19:00 Uhr: Film: Adolf Reichwein und Elisabeth Blochmann an der Pädagogischen Akademie Halle
20:00 Uhr: Wurzeln Hallescher Lehrerbildung: Historische Standorte der Lehrerbildung in Sachsen-Anhalt
21:00 Uhr: Zu den ersten Lehrer- und Lehrerinnen-Seminaren in Sachsen-Anhalt: Halberstadt (1778), Wörlitz (1779), Weißenfels (1794), Droyßig (1852)
Ende gegen 22:00 Uhr

Ort. Franckesche Stiftungen, Haus 31, Hörsaal (1. Etage)

Reichwein Plakatausstellung

Adolf Reichwein in Halle und die Lehrerbildung: Von der Pädagogischen Akademie zur Pädagogischen Fakultät (Tagung am 24. 10. 2019)

Mit Beiträgen von:

1. Beitrag: Patrick Wagner: Zur stadtpolitischen Situation in Halle um 1930

2. Beitrag: Hartmut Wenzel: Adolf Reichwein und die Lehrerbildung

3. Beitrag: Wolfgang Werth: Theorie und Praxis an der Pädagogischen Akademie Halle

4. Beitrag: Helmuth-Gerhard Müller: Elisabeth Blochmann und der Nohlsche Freundeskreis

5. Beitrag: Josef Walch: Fritz Alexander  Kaufmann, Hans Friedrich Geist, die Akademieschulen und die Kunst des  Kindes an der Pädagogischen Akademie Halle

6. Beitrag: Michael Ritter: Deutschdidaktik an der Pädagogischen Akademie: Herbert Kranz

7. Beitrag: Jörg Dinkelaker; Malte Ebner von  Eschenbach: „Hat die Erde Raum für alle?“ - Adolf Reichweins Gastspiel  als Dozent an der städtischen Abendvolkshochschule Halle

8. Beitrag: Edmund Fröse, Viola Schubert-Lehnhardt: Adolf Reichwein und die Weltlichen Schulen in Halle

9. Beitrag: Bertold Ebert: Von der Pädagogischen Akademie zur Pädagogischen Fakultät: Hans Ahrbeck

Videoaufzeichnungen zur Tagung siehe unter Link Liste (Wurzeln hallescher Lehrerbildung).

Gedenkveranstaltung zum 75. Todestag von Adolf Reichwein am 23. 10. 2019

Adolf Reichwein (1898 – 1944): Pädagoge – Lehrerbildner - Widerstandskämpfer

am 23. Oktober 2019 um 18 Uhr in Halle, Franckeplatz 1, Haus 31 (Hans-Ahrbeck-Haus)

Einführung: Prof. Dr. Hartmut Wenzel
Grußwort: Dr. Andreas Schmidt (MdL, SPD)
Gedenkvortrag: Dr. Ullrich Amlung

Ausstellung Ernst Christian Trapp in Halle - Meilensteine der Lehrerbildung vom 18.04.-08.07.2018 im Löwengebäude am Universitätsplatz

Gedenkstunde zum 200. Todestag von Ernst- Christian Trapp und Ausstellungseröffnung am 18. April 2018, 17 Uhr im Löwengebäude am Universitätsplatz

Der Philanthrop Ernst Christian Trapp wurde 1779 als erster deutscher Professor für Pädagogik an die Universität Halle berufen. Er gilt als bedeutendster Theoretiker des Philanthropismus. Seine Berufung war Teil der Bemühungen des preußischen Hofes, die Universität Halle nach verheerenden Kriegen zu „neuem Flor“ zu führen und zugleich durch verbesserte Lehrerbildung einen Beitrag zur Schulverbesserung in Preußen zu leisten. Etwa zeitgleich mit Trapp wurde eine Reihe namhafter Professoren berufen, die einen Beitrag leisteten „auf dem Weg zur 2. Blüte“ der halleschen Universität. Zu den damals Berufenen gehören J.F.G. Goldhagen, P.F.D. Meckel, J.R. Forster, W.J.A Karsten, A.H. Niemeyer und C.F. Bahrdt. Trapps Aufgabe in Halle war es, die im theologischen Seminar bestehenden Aktivitäten zur Lehrerbildung auf eine philanthropische Grundlage zu stellen. Erziehen und Unterrichten sollten – so Trapp - als „eigene Kunst“ studiert und Pädagogik als empirische Wissenschaft etabliert werden. Die Berufung Trapps erfolgte allerdings gegen den Widerstand der theologischen Fakultät und führte folglich zu Konflikten. Trapps Wirken in Halle war vielfältig. Er schuf hier sein theoretisches Hauptwerk „Versuch einer Pädagogik“ (1780), hielt pädagogische Vorlesungen und Kolloquien, inspizierte und leitete das universitäre Erziehungsinstitut, organisierte ein praxisorientiertes Lehrerstudium, führte selbst beispielhaft fortschrittlichen, schülerorientierten Unterricht vor und setzte so einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Lehrerbildung. Darüber hinaus gab er mit dem „Wochenblatt für Schulen“ und dem „Erzieher“ didaktische Materialen heraus, betätigte sich als Herausgeber von Lehrbüchern und eines „Gesangbuch(s) für die Jugend“, veröffentlicht Aufsätze und rezensierte aktuelle pädagogische Literatur für die „Allgemeine Deutsche Bibliothek“. Aufgrund mangelnder Unterstützung und vielfältiger Konflikte verließ Trapp Halle im Frühjahr 1783. Sein Nachfolger wurde Friedrich August Wolf. Dieser setzte sich für eine Lehrerbildung auf philologischer und altertumswissenschaftlicher Grundlage ein und betrieb die Gründung des philologischen Seminars (1787/8). Damit wurde erstmals die Lehrerbildung von der Theologie getrennt und zugleich das Modell neuhumanistischer gymnasialer Lehrerbildung etabliert – ein bedeutsamer Meilenstein in der Geschichte der Lehrerbildung. Weitere Stationen im Leben Trapps werden ebenfalls vorgestellt, so die Mitwirkung an der Schulreform im Herzogtum Braunschweig, die Mitarbeit am Revisionswerk, die Herausgabe des Braunschweiger Journals und zahlreicher Lehrbücher, die Leitung eines Mädchenpensionats in Wolfenbüttel, die Auseinandersetzungen um Pressefreiheit.

Veranstalter: Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften
Verantwortlich: Prof. Dr. Hartmut Wenzel

Ankündigung der Trapp-Ausstellung
Internet Ankündigung Ausstellung´Trapp 200.pdf (186,2 KB)  vom 29.01.2018

Bildungspolitische Diskussionsreihe
Bildungskonvent: Anstoß und Wirkung, Kritik und Konstruktion

Die Veranstaltungsreihe fragt nach der Wirksamkeit der Empfehlungen  des Bildungskonvents von 2010 zu folgenden thematischen Schwerpunkten:

27.10.2015: Schulstruktur/Gemeinschaftsschule

10.11.2015: Lehrerbedarf /Lehrerbildung

24.11.2015: Förderschule/Inklusion

08.12.2015: Frühkindliche Erziehung

12.01.2016: Schulerfolg sichern/Schulsozialarbeit

19.01.2016: Regionale Bildungslandschaften

02.02.2016: Bildungskonvent: Top oder Flop - zur Wirksamkeit eines gesellschaftlich-politischen Gestaltungsinstrumentes.


24.11.2015      Förderschule/Inklusion

Fördern und fordern, integrieren oder aussondern? Der Bildungskonvent forderte konsequent größere Anstrengungen für Integration aller im Regelschulsystem. Von Inklusion wurde noch nicht gesprochen. Die Empfehlungen zielen vor allem auf

  • frühzeitige individuelle Förderung in integrativer Form
  • flexible Eingangsphase, keine Rückstellung beim Schulbeginn, Förderschule nur als Ausnahme
  • gemeinsamer Unterricht schrittweise als bevorzugte Lernform entwickeln
  • ausreichend qualifiziertes Personal für alle Förderbedarfslagen
  • Fort- und Weiterbildung zu Heterogenität, Analysekompetenz, neuen Lernformen für alle Lehrkräfte
  • Grundkurs „Förderpädagogik“ für alle Lehrkräfte
  • Ausrichtung des Begutachtungssystems auf integrative Förderung
  • schulübergreifende Förderung z.B. für Migranten, Versetzungsgefährdete aber auch Hochbegabte
  • geeignete Ausstattung durch Schulträger

Gäste: Dr. Stephanie Teumer (Kultusministerium), Prof. Dr. Andreas Hinz (Uni Halle), Christian Müller (Arbeitskreis Inklusion), Dr. Ines Falk (Leiterin Comeniusschule Halle), Andrea Rettschlag (Landeselternrat), Kerstin Augustin (Leiterin Grundschule Roßla)

8.12.2015        Frühkindliche Erziehung und Bildung

Der Bildungskonvent sieht die frühkindliche Bildung und Förderung als „Basis der Bildungsbiographie“. Er empfiehlt vor allem:

  • Einlösung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung in KITAs
  • letztes KITA-Jahr für alle zur Schulvorbereitung nutzen
    Ausbau integrativer Einrichtungen
  • KITA-Arbeit auf Grundlage wissenschaftlich begründeter Bildungsprogramme
  • flächendeckende Sprachstandserhebungen und entsprechende Sprachförderung
  • angemessener Personalschlüssel
  • erhöhte Ausbildungsstandards für ErzieherInnen (akademisches Niveau)
  • berufsbegleitendes Studium für Leitungskräfte
  • Fortbildung aller Erzieherinnen,
  • verbesserte Kooperation mit Grundschulen aber auch anderen Partnern/Ämtern
  • mit Kommunalverwaltung Aufbau eines „Netzes der Prävention und Förderung“

Gäste: Staatssekretärin Anja Naumann (Ministerium für Arbeit und Soziales), Petra Benne-Grimm (SPD), Birke Bull (Linke), Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg (Uni Halle), Katrin Lademann (Eigenbetrieb, Stadt Halle), Solvig Lukas (Bildung elementar Stadt Halle), Marion Körner (Leiterin KITA)

7. Pädagogische Woche "Organisationsentwicklung in Pädagogischen Handlungsfeldern" (05.-08.10.2010)

Programmheft der 7. Pädagogische Woche "Organisationsentwicklung in Pädagogischen Handlungsfeldern"
aktuelles Programm_28.09.2010.pdf (1 MB)  vom 29.09.2010

2. Schülerkongress 22. 06. 2009 'Herausforderung Mensch'

Programm des 2. Schülerkongresses

1. Schülerkongress 07. 07. 2008 'Herausforderung Mensch'

Geisteswissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aus Schulen der Region veranstalten als Höhepunkt der Aktivitäten im Kooperationsprojekt „Herausforderung Mensch“ am 07. Juli 2008 einen ganztägigen Schülerkongress. Zu diesem Schülerkongress laden wir alle Interessierten recht herzlich ein. Der  Schülerkongress findet von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr im Freylinghausensaal der Franckeschen Stiftungen/Halle statt. Die wesentlichen Ziele sind die Präsentationen der bisherigen Ergebnisse dieses Schuljahres durch die Schülerinnen und Schüler und der Auftakt zum zweiten Zyklus im Schuljahr 2008/09. Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Geisteswissenschaftler der fünf Teilprojekte stellen ihre Ergebnisse aus dem Schuljahr 2007/08 vor. Unter den Titeln „Archäologie in Mittelalter und Neuzeit“, „Cicero Paroli bieten – Lysias widerlegen“,  „Interkulturelle Kompetenz – Kontakt mit Fremden“, „Soziale Ungleichheit auf kommunaler Ebene“ und „Schallarchiv – Gefangener, vergessener und wieder gefundener Schall“ waren sie ein Jahr lang als Kooperationsprojekte 9 geisteswissenschaftlicher Einrichtungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und 7 Schulen des südlichen Sachsen-Anhalts auf Exkursionen, führten Grabungen durch, studierten ihre Umgebung mittels Fragebogen und Feldexperiment oder erforschten die Dialekte der Region aus Vergangenheit und Gegenwart. Neben den Einblicken in die bisherige Arbeit geben die Präsentationen die Möglichkeit die Projektvertreter und die Pläne des kommenden Schuljahres kennen zu lernen und sich bei vorhandenem Interesse für die Teilnahme am Projekt anzumelden.

Programm Schülerkongress
Programm Schülerkongress.pdf (163,8 KB)  vom 11.07.2008

Internationales Kulturprojekt 2. - 7. Juli 2008  "Crosspoints"

Das Projekt "Crosspoints" leistet einen Beitrag zur kulturellen Bildung von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden an Schulen aus Sachsen-Anhalt und den Partnerregionen Masowien und Plovdiv. Es vernetzt Musik, Tanz sowie Bildende Kunst und leistet zugleich einen Beitrag zur interkulturellen Bildung unter Einbeziehung der nationalen Kulturen der drei Partnerregionen. Im Rahmen des Fortbildungsseminares "Vernetzung von Musik, Tanz und Bildende Kunst" (27./28.11.2007) entwickelten die Vertreter der beteiligten Bildungseinrichtungen das Programm und tauschten ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet, unterstützt durch Prof. Josef Walch, Burg Giebichenstein, aus. Im Rahmen einer Probewoche vom 2.-7. Juli 2008 in Halle (Saale) erarbeiteten die Schülerinnnen und Schüler gemeinsam mit den Dirigenten und Pädagogen das Programm. Angeregt durch die Klänge des Jugendorchesters malen Schülerinnen und Schüler Bilder, die in einer Ausstellung im Anschluss an das Konzert erstmalig öffentlich gezeigt werden. Diese Wanderausstellung soll in Schulen und anderen Einrichtungen der Regionen Masowien, Plovdiv und Sachsen-Anhalt gezeigt werden.
Das internationale Kulturprojekt "Crosspoints" leistet damit einen Beitrag zum "EU-Jahr des interkulturellen Dialogs 2008".

Abschlusskonzert des Europäischen Jugendorchesters "EURORA" und zur Eröffnung einer Wanderausstellung im Rahmen des Internationalen Kulturprojektes "Crosspoints" am 08. Juli 2008, 19.30 Uhr, im Freylinghausensaal in den Franckeschen Stiftungen zu Halle

Programm Abschlusskonzert
Einladung Konzert_EX.pdf (90,6 KB)  vom 11.07.2008

Tagung zu Ernst Christian Trapp - 20.06.2008

Tagung zu Ernst Christian Trapp - 20.06.2008

Ernst Christian Trapp, herausragender Vertreter der Aufklärungspädagogik, wurde 1778 als Professor für Pädagogik und Philosophie an die hallesche Universität berufen. Er war der erste Pädagogikprofessor an einer deutschen Universität zu einer Zeit, als es Pädagogik als eigene Wissen­schaft noch nicht gab.

Seine Antrittsvorlesung hielt er im Frühjahr 1779 unter dem Titel: „Von der Nothwendigkeit, Erziehen und Unterrichten als eine eigne Kunst zu studiren.
Sein Hauptwerk, „Versuch einer Pä­dagogik“ (1780), das auch heute noch auf erziehungswissenschaftliches Interesse stößt, verfasste er in Halle. Bisher wurden Leben und Werk Trapps an seiner universitären Wirkungsstätte hier in Halle nicht sichtbar gewürdigt. Dies soll nunmehr geschehen.

Auf Initiative von Heinz-Hermann Krüger hat die Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität beschlossen, Ernst Christian Trapp durch ein Relief zu wür­digen. Aus diesem Anlass lädt sie gemeinsam mit den Franckeschen Stiftungen und dem Zentrum für Schul- und Bildungsforschung zu einer Tagung ein, in deren Rahmen das Relief zur Würdigung Trapps enthüllt wird.

Programm Trapp
KFlyer.pdf (100,7 KB)  vom 08.02.2008

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