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Wurzeln hallescher Lehrerbildung

Wer sich im mitteldeutschen Raum mit der Geschichte der Lehrerbildung beschäftigt, ist sehr bald erstaunt über die Vielfalt von Einrichtungen, die es hier über die Jahrhunderte hin gegeben hat. Wir konnten herausarbeiten, dass es auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt an mehr als 30 Orten Einrichtungen der Lehrerbildung gab.

Die hallesche Universität zusammen mit den Franckeschen Stiftungen spielen natürlich seit mehr als 300 Jahren in der Geschichte der Lehrerbildung – auch über Halle hinaus - eine besondere Rolle. Die Weichenstellungen innerhalb der universitären Lehrerbildung zu Zeiten von Ernst Christian Trapp (um 1780) verdienen dabei besondere Beachtung.

Zu den Orten mit einer teilweise mehr als 100jährigen Geschichte als Standorte der Lehrerbildung gehören etwa Halberstadt, Köthen, Weißenfels, Eisleben, Magdeburg, Merseburg, Droyßig aber auch Barby, Gnadau, Quedlinburg und Ballenstedt.

In Halle gab es neben der Universität und den Franckeschen Stiftungen weitere Einrichtungen der Lehrerbildung an die es zu erinnern lohnt: die Pädagogische Akademie (1930 – 1933), die Institute für Lehrerbildung (ab 1950), das Pädagogische Institut (1953 - 1972) und die daraus erwachsene  Pädagogische Hochschule (1972 - 1993).

Heute ist die Martin-Luther-Universität für Sachsen-Anhalt nahezu ausschließlich für die Ausbildung von Lehrern an allgemeinbildenden Schulen (1. Phase) verantwortlich. Vor allem Konzentrations- und Integrationsprozesse im vorigen Jahrhundert und nach der Wende haben zu dieser Situation geführt. Insoweit sind viele der früheren Traditionen in gewissem Sinne an der halleschen Universität zusammengelaufen.

Das Projekt „Wurzeln hallescher Lehrerbildung“ zielt darauf, die vielfältige Geschichte der Lehrerbildung in unserem Lande im Bewusstsein zu halten – wahrliche eine anspruchsvolle, lohnenswerte und zugleich spannende Aufgabe.

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